Wer macht was wann? Mein erster UX-Case

Gestern hat sich mir die Chance geboten, als „Gasthörer“ an einem UX-Konzept-Erstgespräch teilzunehmen.

Hier schildere ich den Verlauf meines ersten, echten UX-Meetings.

Was wir erreicht haben:

  1. Aufnahme der Projekt-Requirements
  2. Skizzierung der User-Flows

Wie wir das erreicht haben:

Die Teilnehmer

  1. Der Auftraggeber Dave Hertig, Content Marketer und Geschäftsführer von „ContentSuccess Media“: Der Mann hinter den WritingSprints.
  2. Die Auftragnehmerin Karin Christen, Interaction Designer und Geschäftsführerin von „required“. Sie soll dem Projekt die User Experience einhauchen.
  3. Ich, der Gasthörer. Grosse Ohren, grosse Augen.

Requirements-Aufnahme:

Wir beginnen mit einer kurzen Vorstellungsrunde die zur Projektbeschreibung übergeht. Dave schildert sein Vorhaben eines online Schreibworkshops. Der Projekt-Rahmen besteht bereits, jetzt soll die UX den Diamanten schleifen. Karin hat bereits Sketch Sheets auf Papier vor sich, hört aber in erster Linie zu. Dave tapeziert den Tisch mit Post-it-Ideen und -Requirements.

Karins erste Frage richtet sich nach der Zielgruppe. Die Antwort lautet: Content Writers. Sie versetzt sich in die Position des Workshop-Teilnehmers:

  1. Feedback/Kritik in der Schreib-Gruppe kann beim Teilnehmer Angst auslösen.
    Das ist lösbar über private Feedbacks.
  2. Der „Press the button“-Moment, seine Arbeit zum festgelegten Zeitpunkt abzugeben, kann Nervosität hervorrufen. Wie gehen wir damit um?
  3. Worum geht es beim Workshop?
    Dave: Teilnehmer sollen sich selbst übertreffen, Ziele erreichen
    Karin: Es geht um das Erlebnis der Teilnehmer

Es folgt eine technische Diskussion mit weiteren Requirements. Während Daves Fragen schon auf die Umsetzung abzielen („Ich möchte dies und jenes. Wie ist das machbar?“), bremst UX-Karin Dave etwas ab und schlägt vor die Frage nach den richtigen Tools vorläufig ausser Acht zu lassen. Karin möchte mehr auf die Prozessabläufe eingehen. Wie sehen die „User-Flows“ aus?

User Flows:

Karin fängt an die Post-it zu ordnen. Dabei versetzt sie sich wieder in die Rolle der Teilnehmer und der Kursanbieter während des WritingSprint und fragt: „Wer macht was wann? Und welche Schwierigkeiten können auftauchen? Was passiert wenn dies und jedes passiert? (If this then what?)“

User Flows helfen Entwicklern zu verstehen, wie das System mit dem User interagiert. Karin unterscheidet zwischen asynchronen und real time User Flows. Bei asynchronen Prozessschritten muss der Sender nicht auf eine Antwort warten. Real time Prozesse funktionieren hingegen synchron. Der Sender muss warten bis die Anfrage ausgeführt wurde, bevor er weiter machen kann.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

Karin Christen requirements.com
Karin Christen von requiered in der Prozessplanung

 


Quellen und Links:
contentsuccess.com – writingsprint
required.com – karin
uxmovement.com – site-flows-vs-user-flows
informit.com – articles

 

 

 

 

 

 

 

 

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